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gammastrahlung und andere energiequellen

also, here we go, again.

jetzt merke ich auch, dass ich eingerostet bin und nicht mehr so gut und schnell tippen kann.

das kommt daher, weil ich nun seltener an meinem eigenen netbook bin.

ich sitze jeden tag mindestens 8 stunden vor dem pc.

wenn ich dann gegen abend zu hause bin, reizt mich so ziemlich wenig in die tasten zu hauen.

hört sich brutal an.

nein.

hört sich langweilig an.

mein wecker ist gestellt. 5.30 uhr.

muss meine eltern vom flughafen abholen.

ich habe sie sicherheitshalber gewarnt. morgens früh sind es in letzter zeit unter 10 grad.

zieht euch warm an. denn kalte hände sind zum kotzen.

als ich darüber nachdachte, was ich denn so schreiben will – das problem ist nicht, dass ich nicht weiß, was ich schreiben soll, sondern, dass ich zu viele ideen und sachen habe, die ich mit euch teilen will oder besser gesagt, festhalten will – hatte ich mir in gedanken bereits eine art ablauf zurechtgelegt. da mir dann aber so kalt war, dass sich meine füße wie hobbitpfoten anfühlten, musste ich in die küche laufen, um mir wasser für die wärmeflasche zu kochen.

nun ist der plan für diesen blogbeitrag halbwegs fujijama (als ich dieses wort schreibe, wird mir klar, dass ich es nie geschrieben habe und deshalb gar nicht weiß, wie es tatsächlich geschrieben wird).

die leute, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich viel und schnell rede. (es gibt andere menschen, die noch mehr und sehr laut sprechen, zu denen gehöre ich nicht.)

das, was ich schnell rede, fällt mir noch schneller ein.

also läuft es ratatatata fix durch mein gehirn und ich freue mich ungemein, dass ich so viele tolle ideen und bereits fast fertige sätze habe, um dann 2 minuten später aufgeschmissen vor einer weißen fläche zu hocken und festzustellen: safiye du hast die hälfte wieder vergessen.

oft denke ich, nachdem ich an den plan gedacht habe, daran, dass ich den plan gemacht habe und vergesse es aus diesem grund.

ich weiß nicht, ob diese tatsache eventuell eine psychologie-studie wert ist, aber ich finde es spannend.

natürlich lege ich mir deswegen kein experiment zurecht!

eben beim wasserkochen, habe ich gelernt, dass gammastrahlen sehr stark sind und sehr viel energie haben. das wurde wohl schon zur zeit des kalten kriegs erforscht.

kein plan, inwiefern ich jetzt mehr oder weniger angst haben soll, weil ich neben dem ganzen anderen kram, nun auch an die gammastrahlen denken muss. da spielen sich so einige interessante sachen im universum ab, von denen ich so gut wie nichts mitbekomme.

teilweise beunruhigt mich das. dann denke ich wiederum, dass ich mich nicht um alles kümmern kann und auch nicht alles lernen kann.

okay.

soweit so gut.

eine andere feststellung des heutigen tages:

ich dachte immer: „romcoms? da kann ja nun wirklich nichts groß schief gehen!“ und ja, es kann so einiges shitty laufen.

laaaaaaaaangweilig und zäh können romcoms sein, sodass ich schon vorwärts spulen muss! und ich spule selten, wirklich selten vorwärts.

manchmal fallen mir die kleinsten entscheidungen am schwersten: morgen kaffee selber mitnehmen und auf der fahrt zum flughafen trinken oder abwarten und erst am flughafen kaufen?

so ne doofe kuh! andere leute kennen noch nicht einmal das wort kaffee, weil sie vielleicht nicht lesen & schreiben können.

tja, solche probleme wünschen sich andere menschen.

und wir beklagen uns über so nen mist!

jetzt bin ich schon wieder aggro, dabei war eben noch alles in ordnung.

ja, von einer sekunde auf die andere zerbrechen leben und pläne.

ich habe mal an einem workshop teilgenommen, das da hieß: karriere- und lebensplanung. da habe ich gelernt: immer easy. step by step zum einen oder zu verschiedenen zielen.

sorry, ich bin so müde.

den ganzen tag habe ich ziemlich viel im haushalt erledigt.

es fallen unmengen von aufgaben an, wenn man in der woche nicht so viel schafft. davon können andere sicherlich auch lieder singen.

ich habe noch einige fetzen im kopf, die ich festhalten will, aber besser in einem anderen artikel.

paar sachen/neuigkeiten noch zum schluss:

1.

ich hab nen job seit juli. arbeite im team an einem projekt. hört sich geheimnismäßig an, ist aber banal und nothing like james bond. eher like sheldon cooper, aber viel viel viel viel einfacher und weniger cool.

2.

nein, als kurzfristiges ziel habe ich keinen auszug aus meinem elternhaus geplant, da es dazu keine triftigen gründe gibt.

3.

mein heutiger dank gilt insbesondere timka, die mich wieder zum schreiben motiviert hat. es hat mir gefehlt!

4.

ja, ich weiß, andere arbeiten auch und haben sogar etliche verpflichtungen und aufgaben mehr als ich und schaffen es trotzdem regelmäßiger zu bloggen. rechtfertigung? nö. na und, sage ich dazu. none of my business. ansprüchen muss man nicht immer genügen. i have my own pace.

5.

das mit den gammastrahlen lief auf n24 und mein bruder hat es sich angeguckt gehabt. da habe ich es aufgeschnappt.

a bientôt!

Waiting

u remeber?

everywhere i used to wait for u. literally everywhere.

airports. bus stops. harbours.

standing on the streets at night and trying to figure out which shadow belongs to u.

standing next to a cemetery and wondering whether it is the correct location where we wanted to meet.

standing in front of a kiosk that sells newspapers and worrying about your evening rush hour traffic.

well, that is over for good.

i am no longer waiting for u.

neither do i weep tears about waiting in the past, nor am i hating the memories of waiting.

u remember?

Männer Herauspicken

Ich picke mir Männer heraus.

Einfach so.

In der Bibliothek, in der Fußgängerzone, im Zug.

Ich spreche sie weder an, noch betrachte ich sie allzu lange oder offensichtlich. Nein nein, ich picke sie mir nur mental aus der Menge heraus. Das ist kein Kopfkino. Oder besser gesagt verweigere ich mich es als Kopfkino zu bezeichnen. Es ist einfach nur das, was es ist.

Und nein, ich stelle mir hier nicht den perfekten Mann vor. Sie haben Makel und ich kenne sie nicht. Ich stelle mir vor wie ich sie kennen lerne.

Wenn sie nicht nett sind, sage ich es ihnen ins Gesicht. Ganz ehrlich. Denn so kenne ich das. So macht man das. Ehrliche Menschen sind ehrlich. Wir begegnen uns wie zwei Erwachsene. Ehrlich. Im Endeffekt schonungslos.

Nein, keiner von uns ist damit glücklich. Aber glücklicher als mit unehrlichen Erwachsenen. Denn die gibt es auch.

Ich picke mir die Männer so einfach heraus. Sie sind nur Vorstellungen in einer Reihe von vielen anderen Vorstellungen.

JA, sie waren nur so lange schön bis der Vorhang sich neigte und ich nicht mehr nur die Betrachterin war, sondern Hauptfigur im Stück, das sich „Leben“ nennt.

Marie und ihre gedanken

in der hintersten ecke saß marie. sie hatte keinen schimmer, was sie als nächstes machen sollte. das betrachten der wände war für den moment das einzige, welches sie beruhigte. wenn ihr euch jetzt fragt, weshalb die notwendigkeit zum beruhigen bestand, dann werdet ihr enttäuscht sein zu lesen, dass marie nicht so recht den grund dafür benennen konnte. sie war für einen längeren augenblick dieses tages verunsichert. aus diesem grund war sie in das café geflüchtet. in der hoffnung, dass der duft des kaffees und der leckeren küchlein ihr ein behagliches gefühl geben würden. außerdem war sie der meinung, dass ein café und eine darin sitzende und grübelnde frau eines der gewöhnlichsten szenen auf dieser welt waren. und das gab ihr halt.

halt benötigte sie, weil sie in gedanken schwebte.

halt, weil sie unbedingt ihre gedanken sortieren wollte.

halt, weil sie nicht mehr verstand.

Hätte das sein müssen? Wir hätten das auch ganz anders lösen können. Irgendwie finde ich es schade, dass manche Situationen solch einen Ausgang haben müssen. Ich kann es einfach nicht mehr vergessen. Und dann dieser Traum. Später eine blöde Nachricht, die ich in keinen Zusammenhang setzen konnte. Dann meine Gedanken, die ich sowieso nicht mehr festhalten kann.

maries gedanken hatten sich von ihr losgemacht und flogen dahin. die vor ihr stehende tasse hatte bereits unterschiedliche kaffeerestgrenzen, die sich im porzellan verewigen wollten. die grenzen hielten das kaffee- und milchschaumgemisch fest, sodass es sich nicht mit dem restlichen kaffee vereinigen konnte. marie mochte es genauso wenig wie diese kaffeerestgrenzen, dass sich ihre gedanken in einem großen see aus allerweltsgedanken verflüchtigten. trotzdem konnte sie nicht viel dagegen unternehmen. papier und stift könnten ihr beim festhalten der gedanken helfen, jedoch hatte sie beim fluchtähnlichen verlassen ihrer wohnung an nichts dergleichen denken können.

Dieser Hund! Ich sollte nicht fluchen. Ich hasse es zu fluchen, aber kann nicht anders. Und was für eine klischeebehaftete Aktion ist das bitte?! Da ich zu wütend und zu verwirrt gewesen bin, habe ich einfach nur meine Handtasche gepackt und bin aus der Tür. Das würde ich sonst nie machen. Ich gehe fast nie ohne Stift und Papier aus dem Haus! Das weiß ich, das wissen alle, die mich kennen. Das aufgelöste Ding rennt, läuft, ja flieht förmlich aus der Wohnung, weil sie nicht mehr weiter weiß. Das ich nicht lache! So ein Mist, dass ich das bringen musste. Aber ich hatte einfach keine Lust mehr gehabt mir dieses Palaver anzuhören. Tja, Monsieur! Sie sind nicht der Einzige, der so etwas bringen kann! Okay. Ich besorge mir jetzt Papier und Stift. Dann kauf‘ ich mir eben einen neuen Notizblock und einen Kugelschreiber oder einen Bleistift. Was ist schon dabei?

marie ließ ihren halb ausgetrunkenen kaffee stehen und griff mit einer sicheren bewegung ihre handtasche. den mantel packte sie mit der linken hand und betrat resolut den fußgängerweg.

Wohin des Weges?

Kennt ihr das?

Wenn man früher Tagebuch geführt hat (nicht virtuell, sondern auf Papier) und dann nach einer längeren Zeit wieder einmal darin liest.

Unschlagbares Gefühl.

Okay, manchmal auch ein seltsames oder sogar peinliches Gefühl, weil man nicht so recht nachvollziehen kann, was man sich mit 13 oder 16 für einen Stress/Gedanken gemacht hat.
Und plötzlich merkt man wie die Zeit vergangen ist und immer noch vergeht.
Und man merkt wie alt man geworden ist.
Und man fragt sich, was man erreicht hat und wohin man denn geht.
Ja genau.

Wohin des Weges?

Wenn man darauf eine Antwort weiß, dann ist gut.
Wenn nicht, dann tut mir dieser Mensch irgendwie leid.

Ich kann es tolerieren.
Aber ohne eine Ahnung oder einen Plan will ich nicht auf dieser Erde wandeln.
Das kann ich mir für mich nicht vorstellen.
In meinen Gedanken würde das bedeuten, dass ich kein Ziel habe.
Und ohne Ziel, wandelt man umher und weiß nicht wohin man geht.
Das ist für eine kurze Phase realistisch, aber nicht für ein andauerndes Leben.
Das ziellose Wandern bleibt in meinen Augen erstrebenswert, um Gedanken zu ordnen, nachzudenken und vielleicht Entscheidungen zu fällen.
Das kann ich mir für einen Sonntagvormittag vornehmen, aber nicht für mein ganzes Leben.