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Wohin des Weges?

Kennt ihr das?

Wenn man früher Tagebuch geführt hat (nicht virtuell, sondern auf Papier) und dann nach einer längeren Zeit wieder einmal darin liest.

Unschlagbares Gefühl.

Okay, manchmal auch ein seltsames oder sogar peinliches Gefühl, weil man nicht so recht nachvollziehen kann, was man sich mit 13 oder 16 für einen Stress/Gedanken gemacht hat.
Und plötzlich merkt man wie die Zeit vergangen ist und immer noch vergeht.
Und man merkt wie alt man geworden ist.
Und man fragt sich, was man erreicht hat und wohin man denn geht.
Ja genau.

Wohin des Weges?

Wenn man darauf eine Antwort weiß, dann ist gut.
Wenn nicht, dann tut mir dieser Mensch irgendwie leid.

Ich kann es tolerieren.
Aber ohne eine Ahnung oder einen Plan will ich nicht auf dieser Erde wandeln.
Das kann ich mir für mich nicht vorstellen.
In meinen Gedanken würde das bedeuten, dass ich kein Ziel habe.
Und ohne Ziel, wandelt man umher und weiß nicht wohin man geht.
Das ist für eine kurze Phase realistisch, aber nicht für ein andauerndes Leben.
Das ziellose Wandern bleibt in meinen Augen erstrebenswert, um Gedanken zu ordnen, nachzudenken und vielleicht Entscheidungen zu fällen.
Das kann ich mir für einen Sonntagvormittag vornehmen, aber nicht für mein ganzes Leben.