Tag Archive | Schreiben

erwachsene feigheit

ich schreibe, also bin ich.

ich behandle das schreiben nicht immer als therapie. wenn ich etwas sehr gut oder sehr erschreckend finde, dann schreibe ich gerne darüber.

es ist einfach die wut in text zu verpacken, wenn ich nicht schreien oder weinen will.

das leben nimmt in manchen oder auch mehreren phasen eine komische haltung an, die ich nicht verändern kann.

dann ist es wieder zeit zu schreiben.

okay, in diesem artikel geht es ums schreiben, weil ich wütend bin. und wieso bin ich wütend?

menschen, von denen ich geglaubt habe sie seien ERWACHSEN, sind es scheinbar nicht.

das verstehe ich nicht.

ich kann verstehen:

– albernheiten

– witze

– lustige momente

– heute-will-ich-nicht-ernst-sein-tage

– ich-will-jetzt-nicht-darüber-reden-momente

– lass-uns-später-darüber-diskutieren-momente

– crazy-tanz-ausbrüche

ich kann nicht verstehen:

– kindisches verhalten in unangebrachten momenten/situationen

– angebliches erwachsensein und sich kaum so verhalten

– unfaire behandlung von menschen in brenzligen momenten

– unermesslich-lange-keine-antworten-gebenden-menschen

– ohne ehrliche erklärung zwischenmenschliche beziehungen aufzulösen

– feigheit von angeblich erwachsenen menschen

– menschen, die nicht zu sich selbst und ihrer meinung stehen können

– menschen, die sich nicht geradeheraus artikulieren können

 

nicht alle sind wie du und ich. das ist mir klar. nicht alle sind gleich. das weiß ich auch.

aber manches verhalten ist voll DANEBEN!

wie wird feigheit bestraft?

ich weiß es nicht.

 

PS: da meine mostly-used-left-SHIFT-taste nicht mehr funktioniert, ist der text überwiegend klein geschrieben. hier der beweis ;)

Reflexionsfreies Schreiben & Barfuß bei -1°Celsius

Ich wollte soeben powernappen, aber nicht schlafen. Da dieser Wunsch contradictory ist, sitze ich hier vor meinem Bildschirm und schreibe zügig und bestimmt.
Bevor ich einen Blogbeitrag verfasse, nehme ich mir immer vor

  • „Spannend muss es sein!“ oder
  • „Fasel nicht herum, sondern präsentiere Fakten!“ oder
  • „Es muss den Leuten gefallen.“

HÄ?! Das will ich doch gar nicht. Also mich verbiegen und dann etwas schreiben, damit andere glücklich sind. Es macht mich nun einmal glücklich, wenn ich faseln kann.
Fakten hin oder her:
Manchmal will ich einfach nicht ewig überlegen müssen. Dann will ich drauflosschreiben. Es ist ein Luxus.
DENN sonst muss ich immer achten wie ich eine Mail verfasse, wie ich jeden einzelnen Satz für eine Hausarbeit formuliere etc.
Das ist in diesem Kontext aber nicht das Hauptziel. Es müssen mich nicht alle verstehen.
Ich reflektiere sonst ständig vor mich hin. Meist bevor ich mich schlafen lege oder auch so lange, dass ich dann nicht mehr schlafen kann!
Ich reflektiere, also bin ich. Mag sein. Ich schreibe und ich bin. Das Reflektieren überlasse ich meinen Leser_innen, falls mir nicht danach ist.
UND:
Heute im Bus stand bei -1°Celsius ein Junge (vermutlich ein Student) und hatte halboffene Sandalen ohne Socken an. Das komische ist, dass mich die Sandalen irritiert haben. Wäre er komplett barfuß unterwegs gewesen, wäre es mir bekannt vorgekommen. Ihr wisst schon. Die Barfuß-Menschen. An Universitäten sind sie mindestens mit einer Person vertreten. Finde ich bemerkenswert. Soll ja gesund sein. Ich würde bei der praktischen Umsetzung (egal ob Frühling, Sommer, Herbst/Winter) jeden Abend mit Flatulenz bestraft werden. Kleine Veränderungen (Sandalen anstatt „komplett“ barfuß) können auch spannend/wichtig sein.
FAZIT:
Ich muss checken, ob ich nicht auch irgendwann einmal (mindestens im Sommer) barfuß unterwegs sein kann. Und richtiges Schuhwerk ist das A & O. Und: Kinder lieber barfuß laufen lassen.

  • Wer von euch ist eine längere Zeit in der „Wildnis“ (Stadt, Dorf, Wald, Strand etc.) barfuß herumgelaufen?
  • Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? (Wir wissen doch genau, dass Tränen geflossen sind, als du im zarten Alter von 6 Jahren unachtsam gewesen bist und auf die Glasscherbe getreten bist! :D)

In diesem Sinne – Haltet die Augen offen!

Peace,
Eyifas