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erwachsene feigheit

ich schreibe, also bin ich.

ich behandle das schreiben nicht immer als therapie. wenn ich etwas sehr gut oder sehr erschreckend finde, dann schreibe ich gerne darüber.

es ist einfach die wut in text zu verpacken, wenn ich nicht schreien oder weinen will.

das leben nimmt in manchen oder auch mehreren phasen eine komische haltung an, die ich nicht verändern kann.

dann ist es wieder zeit zu schreiben.

okay, in diesem artikel geht es ums schreiben, weil ich wütend bin. und wieso bin ich wütend?

menschen, von denen ich geglaubt habe sie seien ERWACHSEN, sind es scheinbar nicht.

das verstehe ich nicht.

ich kann verstehen:

– albernheiten

– witze

– lustige momente

– heute-will-ich-nicht-ernst-sein-tage

– ich-will-jetzt-nicht-darüber-reden-momente

– lass-uns-später-darüber-diskutieren-momente

– crazy-tanz-ausbrüche

ich kann nicht verstehen:

– kindisches verhalten in unangebrachten momenten/situationen

– angebliches erwachsensein und sich kaum so verhalten

– unfaire behandlung von menschen in brenzligen momenten

– unermesslich-lange-keine-antworten-gebenden-menschen

– ohne ehrliche erklärung zwischenmenschliche beziehungen aufzulösen

– feigheit von angeblich erwachsenen menschen

– menschen, die nicht zu sich selbst und ihrer meinung stehen können

– menschen, die sich nicht geradeheraus artikulieren können

 

nicht alle sind wie du und ich. das ist mir klar. nicht alle sind gleich. das weiß ich auch.

aber manches verhalten ist voll DANEBEN!

wie wird feigheit bestraft?

ich weiß es nicht.

 

PS: da meine mostly-used-left-SHIFT-taste nicht mehr funktioniert, ist der text überwiegend klein geschrieben. hier der beweis ;)

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Männer Herauspicken

Ich picke mir Männer heraus.

Einfach so.

In der Bibliothek, in der Fußgängerzone, im Zug.

Ich spreche sie weder an, noch betrachte ich sie allzu lange oder offensichtlich. Nein nein, ich picke sie mir nur mental aus der Menge heraus. Das ist kein Kopfkino. Oder besser gesagt verweigere ich mich es als Kopfkino zu bezeichnen. Es ist einfach nur das, was es ist.

Und nein, ich stelle mir hier nicht den perfekten Mann vor. Sie haben Makel und ich kenne sie nicht. Ich stelle mir vor wie ich sie kennen lerne.

Wenn sie nicht nett sind, sage ich es ihnen ins Gesicht. Ganz ehrlich. Denn so kenne ich das. So macht man das. Ehrliche Menschen sind ehrlich. Wir begegnen uns wie zwei Erwachsene. Ehrlich. Im Endeffekt schonungslos.

Nein, keiner von uns ist damit glücklich. Aber glücklicher als mit unehrlichen Erwachsenen. Denn die gibt es auch.

Ich picke mir die Männer so einfach heraus. Sie sind nur Vorstellungen in einer Reihe von vielen anderen Vorstellungen.

JA, sie waren nur so lange schön bis der Vorhang sich neigte und ich nicht mehr nur die Betrachterin war, sondern Hauptfigur im Stück, das sich „Leben“ nennt.