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Fliege im Brot

Den Ordner für eine eventuelle (und wahrscheinlich in der Zukunft liegende) Dissertation in den „Eigenen Dateien“ mit „DISS“ zu betiteln, ist doch mal eine richtig aggressive Ansage!

diese-Doktorarbeit-wird-mit-euch-abrechnen-mäßig :) oder diese-Doktorarbeit-verarscht-euch-mäßig, was vielleicht bei Guttenberg zugetroffen haben mag.

Dabei wollte ich nur loswerden, dass ich beim Halbieren meines Roggenmischbrots an der Trennkante ein undefinierbares, kleines, totes Lebewesen entdeckt habe.

Gnadenlos wie ich bin, habe ich es großzügig aus seinem zwischenzeitlichen Wohn-/Nicht-mehr-allzu-lebendig-Bereich entfernt und eliminiert.

Wüsst‘ nicht, was ich sonst so damit hätte anfangen sollen.

Dann hätte ich dem einen jungen Paar am Bahnsteig gerne gesagt, dass sie sehr gut zu harmonieren scheinen, wollte aber nicht, dass sie denken ich sei nicht mehr ganz dicht und habe es mir deshalb nur gedacht, anstatt es auszusprechen.

Ich meine ich habe gestern Abend auch Angst gehabt, weil ein älterer Herr, der sein Fahrrad neben meines abgeschlossen hatte, mich mit seinen Gedankenfetzen konfrontierte. Ich bin übervorsichtig und habe mir bestimmt zu viel gruseliges Bonusmaterial zu seinem Gemurmel hinzugedichtet. Andererseits war es dunkel und wir waren die einzigen Menschen weit & breit.*

Im Endeffekt ist der Herr von dannen geradelt. So auch ich. An der Kreuzung konnte ich ihn dann sehen und habe extra kräftig in die Pedale getreten. Ich weigere mich die Ampel, die für Fuß- sowie Radfahrer vorgesehen ist, zu benutzen, weil ich oftmals Pech mit dem Timing habe und unnötig lange warten muss.

Okay, in paar Stunden ist es ja Friday Night. Das bedeutet für mich Film/Serie.

Die Dame an der Leihtheke der Universitätsbibliothek meinte, dass ihr Sohn den Film „127 Hours“ gesehen hätte und dass er wohl ganz gut sei. Nach wochenlanger Warterei konnte ich mir die DVD heute ausleihen. Das ist so ein typischer Vater-Bruder-Ich-Film (Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Arm eines Wanderers bleibt unter einem Felsen stecken und er entscheidet sich einen chirurgischen Eingriff zu wagen, um zu überleben. Gleich 2 Gründe, warum mein Vater begeistert sein könnte. 1. wahre Begebenheit 2. Abenteuer à la Bear Grylls), den wir uns Samstag reinziehen können. Also muss für heute Nacht was anderes herhalten.

Ich vermute ich werde tanzen, weil ich eben im Bus schon so zappelig gewesen bin. Unter anderem zu „Mardy Bum“ von den Arctic Monkeys.

„[…]

Oh I’m in trouble again, aren’t I?
I thought as much
Cause you turned over there
Pulling that silent disappointment face
The one that I can’t bear

Can’t we laugh and joke around
Remember cuddles in the kitchen
Yeah, to get things off the ground
And it was up, up and away
Oh, but it’s right hard to remember
That on a day like today when you’re all argumentative
And you’ve got the face on

[…]“

In diesem Sinne: Have a nice weekend, folks!

 

*  Wie es ja aus dem „About“ bekannt ist, wohne ich in einem village und habe auch nie von einem global village gesprochen! Ich würde es eher mit dem Attribut pittoresque auszeichnen. Also falls meine Hood Bestandteil eines Independent-Films werden würde, dann müsste das Attribut unbedingt im Titel auftauchen! Ich habe nämlich die These, dass wir damit in Cannes mindestens einen Preis absahnen könnten.

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