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Gute-Taten-Vollbringerinnen – Teilen macht glücklich

ich musste heute zum jobcenter, um meiner sachbearbeiterin mitzuteilen, dass ich nun nicht mehr arbeitssuchend bin ;)

eine gute nachricht!

dafür musste ich aber erst einmal einen parkplatz finden. selbstverständlich gibt es in der näheren umgebung nur kostenpflichtige parkmöglichkeiten.

kein ding. kleingeld hatte ich dabei.  zuvor waren meine termine immer früh morgens gewesen. gähnende leere auf den parkplätzen.

heute um 11 uhr wurde ich von blechmeeren begrüßt. nach 5 minuten gecruise habe ich dann auch einen tollen spot gefunden. perfekt, weil die dame links von mir am ausparken war.

das hieß: mehr platz für safiye :) ich liebe unbeschwertes einparken. das leben ist schon ohne ekelige und enge parkplätze kompliziert. da will ich es nicht schlimmer machen.

bevor sie aus ihrer lücke manövrierte, fuhr ihre beifahrerscheibe automatisch mit einem bzzzzzzzz runter. ihr blick traf mich, sie lächelte sehr freundlich und hielt mir ihren parkschein hin. „wollen sie?“ fragt sie mich. „der ist noch gültig.“ ich war ganz erstaunt: „oh! das ist aber nett von ihnen. der ist ja noch eine stunde gültig!“ erwiderte ich und fiel dabei fast aus allen wolken. crazy! dachte ich mir und musste mich bei ihr für diese tolle geste unbedingt mit einem „das ist sehr nett von ihnen. vielen dank. schönen tag noch!“ bedanken.

ganz ehrlich. erst war ich total baff. dann dachte ich mir (so skeptisch wie ich bin, da ich mittlerweile echt schiss vor den menschen habe, weil sich so viele als psychisch krank erweisen) „stopp!“ check erst einmal das datum, du dumme!

hmhm. 21. juni. korrekt. gültig bis 12:34 uhr. korrekt.

coole sache! mir hat soeben ein fremder mensch einen gefallen getan! yay!

sowas kenne ich aus stories von meinen eltern. früher waren solche gefallen und das teilen an sich gang und gebe.

wow, manche menschen machen das also immer noch.

nicht nur aus höflichkeit oder so, sondern weil es spaß macht. ich war extrem happy.

aber gleichzeitig auch traurig, weil ich mir das gesicht und die frau nicht einprägen konnte.

ich meine, ich hätte sie so gerne gefragt „verzeihen sie, aber kann ich ein foto von ihnen machen und es in einem artikel für meinen blog verwenden? sie sind einzigartiges blogmaterial und eine frau die gute taten vollbringt!“

natürlich ging der moment der parkscheintransaktion so schnell vorüber, dass mein gehirn mit all diesen ideen nur hinterherhinken konnte!

nun also eine klassische konstruktion aus meiner erinnerung:

– sie hatte leicht gewelltes, mittellanges, blondes haar

– sie trug ihr haar zu einem lockeren zopf gebunden

– sie hatte sportliche kleidung an

– sie fuhr ein dunkelfarbenes automobil

– sie befand sich allein im auto

– sie trug eine sonnenbrille

– sie hatte ein weißes t-shirt und eine jeansjacke an

– ihr alter kann ich kaum schätzen. jünger als meine mum, älter als ich. so um die 35 jahre jung vielleicht

nach dieser aktion war ich beschwingt. ich bewegte mich wie auf wolken.

mein gespräch lief freundlich und dauerte nicht zu lang.

als ich wieder bei meinem auto angelangte, kam der blick auf  „mein“ parkschein. „gültig bis 12:34 uhr“

dann der blick auf das display meines handys: 12:02 uhr.

love it!!! jetzt muss ich diese gute laune undbedingt weitergeben, war mein einziger gedanke.

die unbekannte parkschein-lady hatte mir den tag versüßt und ich wollte das gleich für einen anderen menschen schaffen!

in der nähe war niemand. ich hatte schon schiss, dass ich das gar nicht hinbekommen werde, weil mich

1. keiner beachten wird

2. niemand auf dem parkplatz sein wird

3. niemand nur eine halbe stunde parken muss

etc. etc.

ich stieg erst ins auto. dann fuhr ich extrem langsam los. da sah ich einen älteren mann. der lief aber am parkscheinautomaten vorbei, also zu spät.

aber eine andere frau hatte gerade richtung ausfahrt geparkt. sofort legte ich eine art „wegfahrsperre-manöver“ hin. du verrückte, dachte ich mir. jetzt denkt sie du bist eine art gangster, die ihr die geldbörse stehlen will oder eine fahranfängerin, die nicht die kurve kriegt!

sie guckte auch sehr verwirrt. ich fuhr meine beifahrerscheibe runter und wedelte hektisch mit meinem parkschein. ihre synapsen erledigten den rest. sie kam ans fenster.

„hallo! wollen sie meinen parkschein haben. der ist noch eine halbe stunde gültig.“ mit einem fetten grinsen auf meinen lippen schaute ich sie an.

„wirklich?“ fragte sie ganz erstaunt und in dem moment wusste ich wie ich ausgesehen haben muss, als ich den parkschein geschenkt bekommen habe.

„na klar!“ sagte ich.

dann ist sie etwas verunsichert und hält mir ihre rechte handfläche mit dem kleingeld hin und sagt:

„soll ich -“

sie wollte „bezahlen“ sagen und ich gleich:

„nein! um gottes willen! behalten sie den parkschein einfach!“

„ich muss auch nur so kurz parken! oh super! danke!“ sagt sie und huscht davon und ich darf happy nach hause fahren :)

mindestens 2 menschen waren mindestens heute um die mittagszeit herum superglücklich :)

ist euch schon mal sowas tolles wiederfahren? oder seid ihr sogar gute-taten-vollbringer/innen?

dann freue ich mich auf eure kommentare!

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Sheldon’s World

Ich liebe Sheldon Cooper, aber manchmal mache ich mir Sorgen um ihn.
Er freut sich nur selten über die alltäglichen Sachen im Leben, weil er sie so easy peasy als selbstverständlich hinnimmt. Sein Dasein spannt sich zwischen einem Raum-Zeit-Kontinuum auf. Das war’s. Dann gibt es da leider noch Etikette, sozialen Zwang und die Notwendigkeit Nahrung zu sich zu nehmen, das Haus zu verlassen etc.
Dabei gibt er sich ab und an Mühe die Gründe zu verstehen, weshalb seine Freunde sich über manche Situationen freuen. Sein Leben besteht aus Formeln, Funktionen, Methoden etc.

Sheldon erklärt die Welt

Wobei es erstaunlich ist, dass er für seine Verhältnisse versucht immer am Ball zu bleiben und seine Fähigkeiten zu optimieren und Fehler zu vermeiden. Er gibt selten auf, wenn er etwas beginnt oder Herausforderungen anpackt. Seine Prinzipien setzt er selten aufs Spiel.
Genau darum sollte es doch auch gehen.
Ich meine was macht uns Menschen denn aus, außer das äußerliche Erscheinungsbild.
Genau: Unsere Gedanken, die Werte für die wir einstehen, unsere PRINZIPIEN und die Art und Weise wie wir nach ihnen reden und handeln.
Sheldon, du bist cool.

Was haben eine Fledermaus und ein BH gemeinsam? – Sexistische Marketingstrategien an der Universität

Worin besteht der Zusammenhang zwischen einer Fledermaus & einem BH?
Genau das haben wir (meine liebe Kommilitonin* & ich) uns auch gefragt.
Wir liefen durch das Treppenhaus der Universität Hildesheim und lasen uns einige Plakate durch.
Ich weiß nicht wie es an anderen Universitäten ist, aber in der Uni Hildesheim wimmelt es immer nur so von Flyern. Das finde ich super, weil mir das die Möglichkeit gibt immer auf dem neuesten Stand zu sein. So kann man weder die unwichtigen, noch die wichtigen Events o.ä. verpassen!
Da das Institut für Biologie nicht weit entfernt war, hingen auch Zettel über Flora & Fauna am Treppengeländer. Plakate & interessante Fragen laden dazu ein in der Biologie vorbeizuschauen und sich eine Ausstellung anzugucken.
Als erstes haben wir das Plakat mit der Frage „Wie viel wiegt eine Fledermaus im Durchschnitt?“ entdeckt.
Spätestens beim nächsten Zettel änderte sich zumindest mein Gesichtsausdruck schlagartig. Mein Gehirn schaltete sofort auf den „Feministinnen-Mode“, weil mir das, was ich sah, überhaupt nicht gefiel. Ich bin nicht diejenige, die fahnenschwingend feministische Parolen in die Landschaft posaunt, jedoch finde ich es traurig, wenn die Frau [oder auch der Mann] zu einem Objekt degradiert wird.
Die ganze Situation wird erst recht komisch, wenn es noch nicht einmal um Werbung für Kleidung, Dessous, Kosmetik etc. geht [in denen nicht mit dem freizügigen Objekt „Frau“/ „Mann“ gespart wird].
Nein, in diesem Kontext geht es um die Abbildung eines Damendekolletés & einer Frage zu Fledermäusen. Der BH-Ausschnitt wird mit der Art und Weise wie Fledermäuse schlafen in Zusammenhang gesetzt. Für mich besteht hier ZERO Zusammenhang zwischen einem Dekolleté & einer Fledermaus!

Es irritiert und soll evtl. daher zum Nachdenken anregen oder Aufmerksamkeit erregen. In meinen Augen ist es überhaupt nicht lustig, sondern peinlich, geschmacklos  & unnötig zugleich. Und traurig, weil sich die Biologie – nennen wir das Kind beim Namen – sexistischer „Marketingstrategien“ bedient.
Wenn Studierende genug Zeit haben und mit offenen Augen durch die Welt laufen, werden sie die Plakate so oder so entdecken. Schließlich haben meine Kommilitonin & ich auch erst ein anderes Plakat mit Frage & ohne BH-Bild gelesen und fanden es auch spannend/ interessant.

*Die liebe Kommilitonin schreibt auch einen Blog. Sie berichtet über ihre Auslandsaufenthalte in Indien & der Türkei und über den Alltag. Über den folgenden Link könnt ihr den Blog erreichen: www.fremdewelten.wordpress.com

Asoziale Aktion Meinerseits

„Wollen wir uns dort vorne in den Vierer setzen?“ kommt die Frage einer flüchtig bekannten Kommilitonin, als sie in den Zug steigt und mich erkennt.

Wir haben uns kurz vorher am Bahnsteig [beim Vorbeigehen] gesehen, als ich zum Zug ging & sie sich im Raucherbereich eine Zigarette anzündete.
Ich habe mich in einen Zweier gesetzt, in der Annahme, dass sie den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen würde. Zusätzliche habe ich mein Netbook gegriffen, hochgefahren und bin bereits beim Tippen. Sie steigt in den Zug, ist freundlich und schlägt nun vor, dass wir zusammen sitzen können. Warum habe ich diesen Sitzplatz gewählt???!!! Dann muss ich es eben geradeheraus formulieren.

„Nein. Ich habe mich hier hingesetzt, weil ich noch am Laptop arbeiten muss. Deswegen hab‘ ich nicht den Vierer gewählt. Sonst hätten wir reden können. Muss leider noch was schreiben.“

[Natürlich lächle ich dabei nett, damit klar wird, dass ich keine Hexe bin, sondern nur in Ruhe arbeiten, anstatt Konversation betreiben möchte.]

Irgendwie komme ich mir jetzt komisch, asozial & unfreundlich vor. Deshalb schreibe ich das Geschehen schnell auf. [Im Grunde genommen wollte ich einen ganz anderen Artikel verfassen. Nun ist es diese Schilderung der Ereignisse geworden.]

Zu einer Beurteilung meiner Aktion mit „Du bist ja scheiße.“ folgen nun meine ABERs:

  1. ABER sie hat eben noch eine Zigarette geraucht und ich HASSE [ja, wirklich das schlimme H-Wort = hassen] den Geruch, auch wenn er nur slightly durch die Kleidung zu riechen ist. Ich mag es absolut nicht.
  2. ABER ich bin so was von müde, dass ich [in der Regel eine unglaublich redselige Person, die sich 24/7 redend selbst entertainen kann] überhaupt keinen Nerv auf unwichtige & mich zurzeit kaum tangierende Themen habe.
  3. ABER ich will einen Blogbeitrag schreiben, da ich dafür eh fast nie ausreichend Zeit erübrigen kann und meine Zugreise meine Freizeit außerhalb der Wochenenden bedeutet.
  4. ABER tatsächlich wollte ich mir die Freiheit herausnehmen und allein reisen/sein. Ständig bin ich gezwungenermaßen mit anderen Menschen auf engstem Raum [entweder in der UB, im Zug, im Bus, zu Hause – ich teile mir mein Zimmer mit meiner jüngeren Schwester – die Schwestern-WG] und brauche manchmal [insbesondere wenn ich müde & ausgelastet bin] meine Ruhe.

Okay. Ich glaube mein schlechtes Gewissen konnte ich jetzt nicht eliminieren, aber wenigstens klingen meine ABERs plausibel. Auch wenn ich mit dieser Aktion Gefahr laufe als unfreundliche & asoziale Kommilitonin abgestempelt zu werden… ich riskier’s! Schließlich können ein paar Stempel mehr/weniger in meiner Sammlung nicht schaden*.

Wann wart ihr das letzte Mal unfreundlich & evtl. asozial?

* Hierzu zählen Stempel wie:
„Du bist immer so direkt.“ [Ich nenne es Ehrlichkeit.]
„Du bist aber fies.“ [Ich schaue der Tatsachen ins Auge.]
„Sie reden sehr schnell.“ [Meine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt.]
„Du redest aber gut Deutsch.“ [Du aber auch! (An dieser Stelle gehen die Sirenen los & es flashen Idiot-Leuchtreklamen in meiner Retina, so als ob ich am Times Square stehen würde.)]

to be continued

Reflexionsfreies Schreiben & Barfuß bei -1°Celsius

Ich wollte soeben powernappen, aber nicht schlafen. Da dieser Wunsch contradictory ist, sitze ich hier vor meinem Bildschirm und schreibe zügig und bestimmt.
Bevor ich einen Blogbeitrag verfasse, nehme ich mir immer vor

  • „Spannend muss es sein!“ oder
  • „Fasel nicht herum, sondern präsentiere Fakten!“ oder
  • „Es muss den Leuten gefallen.“

HÄ?! Das will ich doch gar nicht. Also mich verbiegen und dann etwas schreiben, damit andere glücklich sind. Es macht mich nun einmal glücklich, wenn ich faseln kann.
Fakten hin oder her:
Manchmal will ich einfach nicht ewig überlegen müssen. Dann will ich drauflosschreiben. Es ist ein Luxus.
DENN sonst muss ich immer achten wie ich eine Mail verfasse, wie ich jeden einzelnen Satz für eine Hausarbeit formuliere etc.
Das ist in diesem Kontext aber nicht das Hauptziel. Es müssen mich nicht alle verstehen.
Ich reflektiere sonst ständig vor mich hin. Meist bevor ich mich schlafen lege oder auch so lange, dass ich dann nicht mehr schlafen kann!
Ich reflektiere, also bin ich. Mag sein. Ich schreibe und ich bin. Das Reflektieren überlasse ich meinen Leser_innen, falls mir nicht danach ist.
UND:
Heute im Bus stand bei -1°Celsius ein Junge (vermutlich ein Student) und hatte halboffene Sandalen ohne Socken an. Das komische ist, dass mich die Sandalen irritiert haben. Wäre er komplett barfuß unterwegs gewesen, wäre es mir bekannt vorgekommen. Ihr wisst schon. Die Barfuß-Menschen. An Universitäten sind sie mindestens mit einer Person vertreten. Finde ich bemerkenswert. Soll ja gesund sein. Ich würde bei der praktischen Umsetzung (egal ob Frühling, Sommer, Herbst/Winter) jeden Abend mit Flatulenz bestraft werden. Kleine Veränderungen (Sandalen anstatt „komplett“ barfuß) können auch spannend/wichtig sein.
FAZIT:
Ich muss checken, ob ich nicht auch irgendwann einmal (mindestens im Sommer) barfuß unterwegs sein kann. Und richtiges Schuhwerk ist das A & O. Und: Kinder lieber barfuß laufen lassen.

  • Wer von euch ist eine längere Zeit in der „Wildnis“ (Stadt, Dorf, Wald, Strand etc.) barfuß herumgelaufen?
  • Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? (Wir wissen doch genau, dass Tränen geflossen sind, als du im zarten Alter von 6 Jahren unachtsam gewesen bist und auf die Glasscherbe getreten bist! :D)

In diesem Sinne – Haltet die Augen offen!

Peace,
Eyifas

Unnötige Psychologie-Tests

Manchmal versteht man die Welt nicht. Nicht nur manchmal, sondern ziemlich oft, um nicht zu sagen, fast immer.
Dabei hört man sich reden und Sätze sagen, die man später noch einmal überdenkt. Dann merkt man oftmals, dass man nur Schrott geredet hat.
Da gebe ich einen Ratschlag, obwohl ich nicht weiß, ob es meinem Gegenüber helfen könnte. Nur weil etwas mir selbst geholfen hat, muss das nicht gleich für alle gelten.
Ich könnte einfach auch schweigen oder „Hmhm“ sagen, um mein Interesse zum Ausdruck zu bringen.
Es geht um Tests, die man in jeder x-beliebigen Frauen-/Männerzeitschrift machen kann. Ihr wisst schon. Tests, die vielversprechende Überschriften tragen wie:
„Finden Sie heraus welcher Typ Kollege Sie sind!“
„Welcher Typ Mann passt zu Ihnen?“
„Wie überzeugend sind Sie im Büro?“
„Machen Sie alles richtig beim ersten Date?“
„Wie gut sind Ihre Anmachsprüche?“

Die Titel (aus dem oberen Beispiel) habe ich aus meinen Erinnerungen zusammengesetzt. Das sind nur einige Beispiele für Titel, die solche Tests tragen und die ich so oder ähnlich bereits gelesen habe. Oft nerven mich nicht nur die Titel, die immer so klingen, als ob sie die Lösung zu jedem Problem hätten, sondern auch die Offensichtlichkeit der zur Auswahl gestellten Antwortoptionen.

Ein Beispiel aus dem „Psychotest: Ist er der Richtige?“*:

Sie haben Stress im Job. Wie reagiert er darauf?

  • Er hört sich meine Sorgen lang und breit an und gibt Tipps.
  • Sobald ich den Mund aufmache, murmelt er „mhm“ und setzt sich mit einem Bier vor den Fernseher.
  • Er findet, Frauen sollten sowieso nicht arbeiten.

Dann ist uns allen doch klar, welche Option wir wählen müssen, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Wer von diesen Typen könnte etwa der „Richtige“ sein?!!! Wie schwachsinnig sind diese Antworten?
Mittlerweile überspringe ich solche Tests, weil ich mir beim schlichten Nachdenken in viel kürzerer Zeit eine Antwort/ein Ergebnis erarbeiten kann, als es diese Tests vermögen. Oder ich mache mir eine Liste und merke dann an den Pros und Cons, ob jemand der „Richtige“ ist. Oder ich tausche mich mit meinen engen Freunden oder meiner Familie aus und denke noch einmal intensiv über das Problem/die Frage nach. So einfach kann das sein!

Also kann man für die meisten dieser Tests schlussfolgern, dass wir uns nur etwas vormachen. Wir kreuzen die Antworten an, von denen wir vermuten/sogar wissen, dass sie in der Auflösung unserem Wunsch-Typ entsprechen.
Bis dato bin ich auf wenige Tests gestoßen, welche die Fragen & Antwortoptionen so geschickt und unerwartet kombiniert haben und somit zu einem interessanten, wenn nicht sogar überraschenden Ergebnis geführt haben. Tatsache ist, dass diese Tests mit komplizierteren und umfangreicheren Fragen sowie Antworten versehen waren. Aufgrund dessen sind die Zuweisungen zu bestimmten Ergebnissen weniger offensichtlich und ermöglichen feinere, genauere Auflösungen.

Aber – ganz ehrlich – wir brauchen diese Tests nicht!

* Ich habe das Beispiel auf der Internetseite der „Joy“ gefunden. Der Titel lautet „Psychotest: Ist er der Richtige?“ und ist in der Kategorie „Psychologie“ zu finden. Hier ist der Link zum Test: http://www.joy.de/psychologie/persoenlichkeits-test/p-23-1/ist-er-der-richtige.html

Guten Morgen Fremder! Aufgewacht!

Retro Telefonhörer & Teekanne

Es gibt doch wahrlich seltsame Dienste, die man im Internet so finden kann. Letztens habe ich in einer Zeitschrift von einem sozialen Weckdienst gelesen. Wenn man keine Lust hat von einem langweiligen Alarmton oder von einem Radiowecker geweckt zu werden, dann kann man sich von fremden Menschen wecken lassen. Umgekehrt ist es auch möglich andere Leute durch einen Anruf zu wecken. Falls sich niemand finden lässt, der einen aufwecken will, übernimmt ein Roboter den Job. Es gibt beispielsweise auch Auswahloptionen bezüglich der Sprache, dem Land und ob man von einer Frau oder einem Mann angerufen werden will.
Ich gebe zu, dass es mich sehr neugierig gestimmt hat und dass ich einige der FAQs auf der Internetseite gelesen habe. Trotzdem bin ich mir unsicher wie genau der Datenschutz und die Finanzierung dieses Dienstes funktionieren.
Bei der Idee für diesen Service musste ich erst schmunzeln. Im ersten Moment dachte ich nur, „Wow, eine Art Antwort auf ein Fakt des Single-Daseins“.
Danach habe ich überlegt, inwiefern ich so etwas gebrauchen könnte. Ich meine, ein normaler Wecker reicht auch, damit ich aufstehe. Zwar ist eine menschliche Stimme eventuell netter, aber eine fremde Stimme? Zum Schluss stehe ich der Idee skeptisch gegenüber. Ich würde mich nur für einen kurzen Augenblick von einer anderen Stimme umgeben fühlen, wobei dies via Telefon sehr künstlich wäre. Und ich stelle mir die Frage inwiefern fremde Menschen, die mich nur zum Wecken anrufen, eine innere Leere füllen können oder auch nur in der Lage sind eine gewisse Nähe, die man von Familie oder Freunden kennt, schenken können.

Davon mal ganz abgesehen, möchtet Ihr von einem/einer Fremden geweckt werden?
Was haltet Ihr von solchen oder ähnlichen Diensten?