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Zahlen, Lebkuchen & Knecht Ruprecht

Hey Folks,
ich habe in der Bibliothek ein interessantes Buch entdeckt.
Es geht um ZAHLEN.
Keine Panik. Wir müssen  n i c h t  RECHNEN.

„Zahlen, bitte. Wenn Nummern und Ziffern Geschichten erzählen“ von Christoph Koch.*

Da mir einige Einträge so gut gefallen, werde ich sie Tag für Tag mit euch teilen :)
Futter für Smalltalk eben.

Zum Eintrag „Advent“ habe ich mir folgende Einträge ausgesucht (nachzulesen auf Seite 12):

117 000 Tonnen Lebkuchen, Printen und anderes „industriell gefertigtes Saisongebäck“ essen die Deutschen pro Jahr, das sind im Durchschnitt knapp 1,3 Kilogramm pro Person.
Süddeutsche Zeitung

Dieser Eintrag hat mich etwas verwirrt. Ich meine was sind denn 1kg? Eine Lebkuchen-Verpackung wiegt doch schon 500g! Und ich glaube ich esse insgesamt mehr als 2 solcher Packungen Lebkuchen pro Jahr. oweiowei!

24 Euro kostet der Familienbesuch eines Nikolaus vom Münchner Studentenservice, kommt er zusammen mit einem Krampus, werden es 37 Euro.
Süddeutsche Zeitung

Dieser Eintrag ist für alle Studis wichtig, die sich zur Weihnachtszeit etwas dazuverdienen wollen :)
Lasst euch nicht mit weniger abspeisen!
Und für alle, die mit dem Wort „Krampus“ nichts anfangen können, weil sie nicht viel mit Weihnachten zu tun haben und es auch sonst nie gehört oder gelesen haben: Es ist laut Wikipedia ein Äquivalent für Knecht Ruprecht, wobei es da einige – meines Erachtens sehr gruselige – Unterschiede gibt [http://de.wikipedia.org/wiki/Krampus].

* 2006: Heyne, München.

Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet

Meine Lieblingszitate aus Anna Gavaldas

„Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet“ *

„Ein ordinäres Herz ist etwas Unsägliches.“ (S. 40)

„Ich erzähle ihr, daß mein Herz ein großer leerer Beutel ist, der Beutel ist ziemlich elastisch, ein ganzer Souk würde da reinpassen, und dabei ist nichts drin.“ (S. 45)

„Wenn ich an der Gare de l’Est ankomme, hoffe ich insgeheim immer, daß mich jemand abholt.“ (S. 61)

„Ich habe ein Küchen-Set gekauft (fünfundsechzig Teile für 399 Franc, Salatschleuder und Käsereibe inklusive), Kerzen (man weiß ja nie), ein Plaid (ich weiß nicht, irgendwie fand ich es chic, ein Plaid zu kaufen), eine Lampe (na ja), einen Fußabstreifer (vorausschauend), Regale (zwangsläufig), eine Grünpflanze (man wird sehen) und tausend weitere Kleinigkeiten (der Laden bringt es mit sich).“ (S. 144)

„Als ich mich in der Boutique im Spiegel betrachtete (die Schlauköpfe haben eine Spezialbeleuchtung, die Sie schlank und braungebrannt wirken läßt, die gleichen Halogenlampen, die in den Supermärkten der Reichen über toten Fischen hängen), habe ich mir gesagt, zum ersten Mal, …“ (S. 159)

 

*Carl Hanser Verlag, München 2002