Archive | Dezember 2011

Guten Morgen Fremder! Aufgewacht!

Retro Telefonhörer & Teekanne

Es gibt doch wahrlich seltsame Dienste, die man im Internet so finden kann. Letztens habe ich in einer Zeitschrift von einem sozialen Weckdienst gelesen. Wenn man keine Lust hat von einem langweiligen Alarmton oder von einem Radiowecker geweckt zu werden, dann kann man sich von fremden Menschen wecken lassen. Umgekehrt ist es auch möglich andere Leute durch einen Anruf zu wecken. Falls sich niemand finden lässt, der einen aufwecken will, übernimmt ein Roboter den Job. Es gibt beispielsweise auch Auswahloptionen bezüglich der Sprache, dem Land und ob man von einer Frau oder einem Mann angerufen werden will.
Ich gebe zu, dass es mich sehr neugierig gestimmt hat und dass ich einige der FAQs auf der Internetseite gelesen habe. Trotzdem bin ich mir unsicher wie genau der Datenschutz und die Finanzierung dieses Dienstes funktionieren.
Bei der Idee für diesen Service musste ich erst schmunzeln. Im ersten Moment dachte ich nur, „Wow, eine Art Antwort auf ein Fakt des Single-Daseins“.
Danach habe ich überlegt, inwiefern ich so etwas gebrauchen könnte. Ich meine, ein normaler Wecker reicht auch, damit ich aufstehe. Zwar ist eine menschliche Stimme eventuell netter, aber eine fremde Stimme? Zum Schluss stehe ich der Idee skeptisch gegenüber. Ich würde mich nur für einen kurzen Augenblick von einer anderen Stimme umgeben fühlen, wobei dies via Telefon sehr künstlich wäre. Und ich stelle mir die Frage inwiefern fremde Menschen, die mich nur zum Wecken anrufen, eine innere Leere füllen können oder auch nur in der Lage sind eine gewisse Nähe, die man von Familie oder Freunden kennt, schenken können.

Davon mal ganz abgesehen, möchtet Ihr von einem/einer Fremden geweckt werden?
Was haltet Ihr von solchen oder ähnlichen Diensten?

Ausflug nach Goslar

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Nach kurzer Überlegung & Planung sind zwei Freundinnen und ich diese Woche nach Goslar gefahren, um diese historische Stadt zu besichtigen.
Ich kann mich nicht erinnern schon einmal in der Stadt gewesen zu sein, jedoch weiß ich, dass ich in meiner Grundschulzeit einen Ausflug nach Rammelsberg, zum UNESCO-Weltkulturerbe, gemacht habe. Dort wurde uns damals erklärt wie man das Erz im Bergwerk abgebaut hatte und wir durften einige spannende Gesichten hören und viele Orte besichtigen.

Am Bahnhof angekommen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Goslar wird auch zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO gezählt. Die Stadt selbst ist sehr überschaubar und ist angenehm zu Fuß zu erforschen. Es überfordert einen nicht, sodass man friedlich die Eindrücke genießen kann.

Wir haben uns einen wolkigen Tag mit Nieselregen zum Spaziergang ausgesucht. Bei Schnee oder Sonne wäre unser Besuch sicherlich noch idyllischer ausgefallen :)

Auf dem Weg zum Marktplatz haben wir die katholische St.-Jakobi-Kirche besichtigt. Später am Marktplatz angekommen, wo wir dann auch den Weihnachtsmarkt bestaunen konnten, begaben wir uns auch in die evangelisch-lutheranische Marktkirche St. Cosmas und Damian.

Am Marktplatz befindet sich auch das Goslarer Rathaus, in dem sich der sogenannte „Huldigungssaal“ befindet. Dieser wurde zwischen 1505 und 1520 als Ratsstube eingerichtet. Die spätgotische Architektur hat uns beeindruckt. Man konnte den Raum durch eine Glaskonstruktion betrachten, da die Tafelgemälden sowie die Verzierungen aus Holz sehr empfindlich sind. In einem Video, welches wir vorher gezeigt bekommen haben, wurde auch erklärt, dass das genaue Datum der Entstehung nicht bekannt ist und der/die Künstler ebenso nicht bestimmt werden können.

Ursprünglich hat in diesem Raum mit einer integrierten Kapelle der Goslarer Rat getagt. Viel später wurde daraus der „Huldigungssaal“, welcher angeblich dazu diente den Beginn einer neuen kaiserlichen Regierungszeit zu feiern. Nicht lange wurde der Saal hierfür genutzt, weil man ihn daraufhin als Archiv verwendete.

Sehr interessant fand ich auch das „Große Heilige Kreuz„. Auf der Internetpräsenz der Stadt Goslar findet man hierzu folgende Information:

Im Jahr 1254 wurde das Große Heilige Kreuz als Einrichtung der städtischen Armenfürsorge gegründet. Hier fanden Bedürftige, Gebrechliche und Waisen, aber auch Pilger und andere Durchreisende ein Nachtlager und Versorgung mit Nahrung.*

Heute befinden sich diverse Handwerker aus verschiedenen Bereichen wie Textilien, Holz und Glas in den Räumen, deren Produkte man erwerben kann.

Unser nächstes Ziel war die Kaiserpfalz. Diese war auch in nur einigen Minuten schnell zu Fuß zu erreichen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Domvorhalle, die Eingangshalle der Stiftkirche St. Simon und Judas, vorbei. Allein die Domvorhalle ist heute von der Kirche übrig geblieben.

Ein weitläufiges grünes Terrain mit zwei Bronzestatuen von Wilhelm I. (Wilhelm der Große) und Friedrich I. (Kaiser Barbarossa) begrüßten uns vor dem imposanten Gebäude der Kaiserpfalz, welches zwischen 1005 und 1050 errichtet wurde. Eine Führung & Besichtigung der Pfalz von innen erschien uns zu teuer, sodass wir uns mit der Außenansicht begnügten und um das Bauwerk herumspazierten. Die Kaiserpfalz diente als temporärer Wohn- sowie Regierungssitz mehrerer Kaiser, die sich auf der Reise durch ihr Reich immer wieder an unterschiedlichen Orten aufhalten mussten.

Auf dem Rückweg in das Stadtzentrum kamen wir an mehreren, sehr gut erhaltenen oder restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. Beeindruckend waren die Häuser, welche mit Dach- und/oder Fassadenschiefer ausgestattet waren. Zum Schluss kamen wir noch am Bäckergildehaus, am Siemenshaus* und am „Brusttuch“ (ein 1521 erbautes Patrizierhaus) vorbei.

Wir haben uns sicherlich nicht alles angesehen und einige Sehenswürdigkeiten weggelassen. Jedoch konnten wir innerhalb von vier Stunden, die oben erwähnten touristischen Attraktionen, gemütlich besichtigen und ein paar Fotos machen, um den Ausflug mit einem kleinen Mittagessen zu beenden.

Wer sich eine ruhige Exkursion mit pittoresken Gebäuden und viel Natur wünscht, der ist in Goslar und Umgebung sehr gut aufgehoben. Vermutlich ist es noch herrlicher im Sommer oder winterlicher wenn Schnee liegt.

Auf jeden Fall sollte man sich (außer im Sommer) gut einpacken, da Goslar durch die geografische Lage (unmittelbar am Harz) höher gelegen ist. Laut Wikipedia „255 m ü. NN“*. Als wir am Mittwoch dort gewesen sind, wehte ein leichter, nicht allzu heftiger Wind, da unser Winter dieses Jahr in Deutschland bisher sehr mild ausfällt.

Viel Spaß mit einigen Impressionen aus Goslar!

* http://www.goslar.de/sehenswertes/68-grosse-heilige-kreuz.html

* „Das Stammhaus der Industriellenfamilie Siemens in der Schreiberstraße, erbaut im Jahr 1693, gehört zu den größten und am besten erhaltenen Bürgerhäusern Goslars.“ [http://www.goslar.de/sehenswertes/80-das-siemenshaus.html]

* http://de.wikipedia.org/wiki/Goslar

Der Winter kündigt sich langsam an

am wochenende lag bereits eine ganz dünne schicht schnee auf den straßen und heute fielen dicke flocken vom himmel.

ich kann es kaum abwarten bis ich meinen ersten schneespaziergang machen kann. zwar ist für die nächste zeit eher milderes wetter angesagt, jedoch weiß man ja nie, wann man überrascht wird. zurzeit denke ich immer an das letzte jahr zurück. da musste ich im november schon meine winterstiefel anziehen und vorsichtig auto fahre im moment schneit es, aber so ganz fein und es ist eben nicht das weiße vom ei. obwohl es draußen gerade einmal 1 grad kalt ist, bleibt die chose nicht liegen. bis es wieder soweit ist, muss ich mir mit winterzauberbildern, suppe, tee, keksen & kaffee die zeit vertreiben :)

hies zwei dieser bilder aus dem letzten jahr. fahrt & geht bitte vorsichtig, es drohen blitzeis und andere gefahren. be safe!

Blondinen Bevorzugt

Gestern Abend sind wir beim Zappen zufällig auf sixx gelandet und haben uns spontan für einen Klassiker-Abend entschieden.

Gleich zwei Filme mit Marilyn Monroe passte in die gestrige Stimmung. Mit Popcorn, Lachgummis, Sonnenblumenkernen & Tee genossen wir ohne Werbeunterbrechung „Blondinen bevorzugt“ (Originaltitel: Gentlemen Prefer Blondes) und im Anschluss daran „Wie angelt man sich einen Millionär?“ (Originaltitel: How to Marry a Millionaire?).

Ich habe beide Klassiker zum ersten Mal gesehen. Meine Eltern kannten beide Filme bereits.

„Blondinen bevorzugt“ basiert laut Wikipedia* auf dem gleichnamigen Musical und hat einige (meiner Meinung nach nicht zu viele) Musicalelement. Die leicht-romantische  Komödie ist keine anspruchsvolle Kost, sondern eher eine amüsante Geschichte über zwei Ladies, die nicht unterschiedlicher sein können.

Lorelei (Monroe) ist ein Schmuck-Fan und kann den glitzernen Annehmlichkeiten nicht widerstehen. Ihre Freundin Dorothy (gespielt von der herausragenden Jane Russell) stärkt resolut, selbstbewusst und auf eine clevere Art & Weise Lorelei den Rücken. Gemeinsam begeben sie sich auf einem Schiff nach Paris und erleben unterwegs und angekommen diverse Abenteuer. Zentral ist dabei das Diamant-Diadem, welchem Lorelei sogar das Lied „Diamonds are a Girl’s Best Friend“ widmet.

Natürlich lässt ein Happy-End nicht auf sich warten und alle Missverständnisse und Ungerechtigkeiten werden aufgeklärt.

Ich wurde durch Jane Russells schauspielerischem Talent und ihrer Ausstrahlungskraft positiv überrascht. Die Rolle der Dorothy wird von ihr sehr überzeugend dargestellt. Mir hat sehr gut gefallen, dass Russell als Antipode zu Monroe agiert, sodass man nicht nur das Klischee der sexy, nach Diamanten süchtigen Frau zu sehen bekommt. Der aus dem Jahr 1953 stammende Film ist wirklich sehenswert und perfekt für einen gemütlichen Samstagabend geeignet.

Meine Lieblingsszene* ist die Tanzeinlage „When Love Goes Wrong“ im Duett vor einem französischen Café in Paris.

Viel Spaß beim Gucken & Mitsingen!

Gentlemen Prefer Blondes

 

* http://de.wikipedia.org/wiki/Blondinen_bevorzugt

* http://www.youtube.com/watch?v=-xHK4cJVQXk

Ich teste eine Anleitung gegen Aufregung

Was macht man bei großer Aufregung?

Nichts?

Ich bin oftmals vor wichtigen Gesprächen aufgeregt. Gleich habe ich so eines dieser wichtigen Unterhaltungen.

Vorher versuche ich mir immer Sätze zurechtzulegen, die freundlich aber bestimmt klingen. Schlussendlich endet alles mit einem Wirrwarr vor lauter Aufregung. Dann stottere ich, verschlucke wichtige Wörter, sodass mich mein Gegenüber nicht mehr (oder kaum) versteht.

Dabei ist es ganz simpel.

-Begrüßung & Einleitung in das Thema

– Ehrlichkeit & Begründung & Bestimmtheit

– Deutlichkeit, kurze & knappe Sätze

– Freundlichkeit & Dank

– Abschied

Okay. Vielleicht hilft mir diese kurze Anleitung. Um 10:30 Uhr ist der Termin. Danach gibt es ein subjektives Feedback, ob ich mich an die Anleitung halten konnte und ob es geholfen hat.

 

Linzer Plätzchen & Ingwer Banane Milchshake

ich bin zwar noch nie zuvor in linz gewesen, aber das hat mich nicht davon abgehalten linzer plätzchen zu backen!

zumal ich die menschen um mich herum die ganze woche lang damit zugelabert habe!

freitag & samstag hatte ich einen workshop in kommunikationstraining, sodass ich es es abends/nachts nie geschafft habe die plätzchen zu backen (, weil der teig 2 stunden im kühlschrank ruhen muss und ich dann als mitternachtsbäckerin in die geschichte eingegangen wäre).

ich habe so einiges gelernt. die übung, um die „ähhhs“ wegzutrainieren, war sehr spannend gewesen. je mehr übungen, desto anstrengender. abends war ich fix & fertig.

darüber hinaus musste ich feststellen, dass ich eine small-talk-loserin bin. das hatte ich schon geahnt, wollte es aber ungern vor einem publikum zur schau stellen. das ließ sich am freitag nicht vermeiden, sodass gleich mehrere ladies von meiner erfahrung als small-talkerin kosten konnten.

im endeffekt lief alles auf einen back-vormittag am sonntag hinaus. das produkt sind die süßen linzer plätzchen, die ich gerne nett verpacke & verschenke.

zu den keksen/plätzchen empfehle ich entweder selbst gemachten ingwer-tee oder meine neue kreation: ingwer-bananen-milchshake für die milchliebhaberinnen unter uns :) ich habe frischen ingwer klein gehackt in milch aufgekocht, etwas zimt hinzugegeben, zum schluss bananenstückchen hinzugefügt und mit dem handmixer aufgeschäumt.

viel spaß damit.

Waiting

u remeber?

everywhere i used to wait for u. literally everywhere.

airports. bus stops. harbours.

standing on the streets at night and trying to figure out which shadow belongs to u.

standing next to a cemetery and wondering whether it is the correct location where we wanted to meet.

standing in front of a kiosk that sells newspapers and worrying about your evening rush hour traffic.

well, that is over for good.

i am no longer waiting for u.

neither do i weep tears about waiting in the past, nor am i hating the memories of waiting.

u remember?